Neue Gesetzgebung für Makler und Verwalter

tritt ab 01.08.2018 in Kraft

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Lange wurde der Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Verwalter diskutiert. Grundlage hierfür bildete ein Gesetzesentwurf zur „Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Verwalter von Wohnungseigentum“. Doch im Oktober 2017 kam nach der Verkündigung im Bundesgesetzblatt schlussendlich doch alles ganz anders als einst geplant…

Welche Auswirkungen wird die neue Gesetzgebung zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler auf die Immobilienwirtschaft haben, das zum 01.08.2018 in Kraft tritt?

Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes rund um die neue Gesetzgebung und die anstehenden Änderungen für Immobilienmakler und Verwalter.

Warum sollte einst ein Sachkundenachweis eingeführt werden?

Vorreiter zur Einführung eines Sachkundenachweises war der IVD (Verband der Immobilienbranche). Mit dessen Forderung nach Fach- und Sachkundekenntnissen sollten die Standards der Immobilienbranche gewährleistet sein. Ziel des Sachkundenachweises sollte es sein, die Berufszulassung für Makler und Verwalter zu erschweren.

Bislang wurde für diesen Bereich keine fundierte Berufsausbildung abverlangt. Das wiederum hatte zur Folge, dass viele Quereinsteiger ohne spezielle Fachkenntnisse in der Immobilienbranche Fuß fassen konnten. Nicht zuletzt, weil die Gewerbeerlaubnis für diese Berufe unkompliziert zu erlangen war. Lediglich ein unbelastetes Vorstrafenregister sowie Volljährigkeit galten als Voraussetzung, dem Beruf des Immobilienmaklers nachgehen zu dürfen.

Doch der Sachkundenachweis ist mit der neuen Gesetzgebung vom Tisch. Stattdessen wird eine Fortbildungspflicht von Immobilienmaklern und gewerblichen Immobilienverwaltern verlangt.

Sachkundenachweis Immobilien Makler

Was soll die neue Gesetzgebung im Rahmen des einst geplanten Sachkundenachweiseskünftig regeln?

Sachkundenachweis Immobilienmakler

Entscheidend ist, dass der geplante Sachkundenachweis für Makler und Verwalter im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens auf der Strecke blieb. Kurzum: die entsprechenden Berufsgruppen der Immobilienbranche werden ihre fachlichen und sachlichen Kenntnisse nun doch nicht im Rahmen eines Tests vor der Industrie- und Handelskammer ablegen müssen.

Der Sachkundenachweis wird stattdessen durch eine Fortbildungspflicht für WEG- und Mietverwalter sowie Makler ersetzt. Diese Berufsgruppen werden künftig dazu angehalten, alle drei Jahre eine Weiterbildung mit einem Mindestumfang von 20 Stunden nachzuweisen.

Wer einen bestimmten staatlich anerkannten Abschluss sein Eigen nennen kann, wird erst einmal von der Fortbildungspflicht befreit (z.B. Immobilienkaufmann oder Immobilienfachwirt). Ebensolche Makler und Verwalter müssen erst ab 2021 ihre Fortbildungspflicht erbringen.Welche Maßnahmen und Bildungseinrichtungen konkret anerkannt sind, wird in einer Rechtverordnung noch geregelt.

Welche Änderungen treten durch das neue Gesetz noch in Kraft?

Für Immobilienmakler kommt zur bereits bestehenden Zulassungsflicht eine Fortbildungspflicht hinzu. Mittels fachspezifischer Weiterbildungen soll die erforderliche Sachkenntnis nachgewiesen werden und das notwendige Fachwissen aktuell gehalten werden. Wer dagegen verstößt, soll mit einem Bußgeld belegt werden.

Für gewerbliche Verwalter von Wohnimmobilien wird laut Gesetzgebung erstmals eine Erlaubnispflicht in § 34 Gewerbeordnung eingeführt. Unter Wohnimmobilienverwaltern werden künftig neben WEG-Verwaltern auch Mietverwalter von Wohnraum verstanden. Hier liegt der Unterschied zum ursprünglichen Gesetzesentwurf, der in der Vergangenheit nur WEG-Verwalter umfasste. Folglich muss auch diese Zielgruppe eine Erlaubnispflicht einholen.

Begründet wird die Erlaubnispflicht für Mietverwalter damit, dass Vermietungseinkünfte für einen Großteil der Gebäudeeigentümer auch Teil der Altersvorsorge seien und daher auch eine sachgemäße Verwaltung sichergestellt sein müsse. Zudem umfasse das Aufgabengebiet gewerblicher Immobilienverwalter ohnehin Aufgaben der WEG-Verwaltung und Mietverwaltung.

Welche Voraussetzungen müssen konkret vorliegen, um eine Erlaubnis nach § 34 Gewerbeordnung zu erhalten?

Es ist ein Nachweis zu erbringen über:

  • Zuverlässigkeit
  • Geordnete Vermögensverhältnisse
  • Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung
Sachkundenachweis Immobilienmakler

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Immobilienmakler?

Um sich fachlich und sachlich umfassend zu schulen, ist es anzuraten, im Vorfeld einen bundesweit anerkannten Abschluss einzuholen. Dieser wird sich positiv auf die ausgeübte Tätigkeit auswirken. Eine Möglichkeit stellen IHK-Zertifikatskurse dar, die mit einem IHK-Test abschließen. Diese Kurse vermittelnbranchenspezifisches Wissen und haben in der Immobilienbranche einen guten Ruf.